Geschichte

“Ein Volk ohne Kenntnis seiner Geschichte, seines Ursprungs und seiner Kultur ist wie ein Baum ohne Wurzeln”
Marcus Mosiah Garvey

Bevern - seit 986

Erstmals wird der Ort Bevern in einer Urkunde, datiert auf den 17. März 986, erwähnt. Verfasst wurde sie von König Otto III. Bevern wird dort als „Biveranthorp“ bezeichnet. Das Original befindet sich im niedersächsischen Staatsarchiv.

Auf einem Acker des Halbhöfners Angelus Borchers im Ortsteil Bockel werden am 2. Oktober 1928 bei Arbeiten zwei Tongefäße entdeckt. Sie enthalten den wertvollen Beverner Silberschatz, bestehend aus Schmuckstücken und Münzen. Vermutet wird, dass ihn der vermeintliche Wunderheiler Otbert bei seiner Flucht nach Riga dort eingrub. Die einzelnen Teile befinden sich heute in Museen in Bremen und Hannover.

Entdeckt wurde der Schatz von Thees Viebrock. Sein Sohn Hinrich – mittlerweile verstorben – war damals als kleiner Junge mit dabei. In den 1990er Jahren zeigte er den Fundort auf dem Feld am Ortsausgang Richtung Selsingen.

1880 wurde die Kirche in Bevern neu gebaut. Schon zuvor befand sich über Jahrhunderte an gleicher Stelle ein Gotteshaus. Im Dreißigjährigen Krieg wurde sie 1627 zerstört. Die Kirche war Ziel vieler Pilger, da sich im Inneren das als wundertätig verehrte Bild des Heiligen Valeris befand.

Blick auf dem Kirchturm: Zu erkennen sind unter anderem im Vordergrund das so genannte Küsterhaus sowie ganz links das Gemeindehaus. Das Fotos ist in den 1960er Jahren entstanden.

Am 15. Mai 1908 wurde die Bahnstrecke Bremervörde-Zeven eingeweiht. Für Bevern ein großer Tag: Der Ort sei nunmehr laut Gemeindevorsteher Jürgen Heins „dem Weltverkehr angeschlossen“. In den 1970er Jahren wird die Strecke aufgehoben. Der Bahnhof wird nicht mehr benötigt.

Bilder und Inhalt von Rainer Klöfkorn

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